Dubiose
Einflüsse
auf unser Denken
über den sexuellen Missbrauch von Kindern
"Falsche
Erinnerungen" an sexuellen Missbrauch?
Allgemeine
Tipps zur Vermeidung folgenschwerer Fehler
Grundregeln
für den Ernstfall
1.
Lassen Sie den Tätern keine Chance, das Opfer dazu zu bringen,
seine Anschuldigungen zu widerrufen.
2. Halten Sie die Angriffsfläche für Vorwürfe wegen der
Einredung sexuellen Missbrauchs so klein wie möglich.
Vorsicht ist
das oberste Gebot - "Don´ts" für den Ernstfall
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Handeln Sie nicht nach Ihrem (natürlichen) Gefühl,
dass sofort etwas geschehen muss!
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Wenn Sie den Verdacht haben, ein Kind wird
missbraucht, auch wenn es sich Ihnen bereits anvertraut hat, sprechen
Sie keinesfalls mit den Beschuldigten über die Vorwürfe
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Gehen Sie auch nicht zu Freunden und Angehörigen
der Beschuldigten, es sei denn, Sie könnten sicher sein, dass diese
den Beschuldigten Missbrauch zutrauen und sie außerdem nicht decken
würden
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Gehen Sie auch nicht gleich zur Polizei, denn
die ist verpflichtet, Beschuldigte zu befragen
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Zeigen Sie dem Kind Ihre Bereitschaft zuzuhören,
aber führen Sie keine Befragung des Kindes durch
Immer richtig:
"Do´s"
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Gehen Sie zur nächsten Beratungsstelle für
sexuellen Missbrauch. Adressen finden Sie
z.B. bei N.I.N.A. unter www.nina-info.de Kompetente
Helfer werden immer zu bedachtem, geplantem Vorgehen raten! Ursula
Enders z.B. rät: Es ist besser, „den Missbrauch ein paar Wochen
weiterlaufen zu lassen, um Schritt für Schritt Strategien zur
Befreiung des Kindes zu erarbeiten, als es durch voreiliges Agieren
weitere fünf, zehn, 13 Jahre der sexuellen Gewalt auszuliefern.“
(Zitat aus: Handbuch sexueller Missbrauch)
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Lesen Sie „Ich weiß Bescheid! Sexuelle Gewalt: Ein
Rechtsratgeber für Mädchen und Frauen“ von Frisa Fastie (falls nicht erhältlich: Ist bei Beratungsstellen und
manchen Staatsanwaltschaften vorhanden, mehr
Literatur: www.kinderschreie-rechtliches.de/literatur/1.htm).
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Wenn Sie zum Jugendamt gehen, lassen Sie sich (zunächst)
nur anonym beraten, um eine vorschnelle Konfrontation der Täter zu vermeiden. Erwarten Sie
aber nicht zu viel.
Bedenken Sie, dass Jugendämter überlastet sind und für Ihren
Einzelfall möglicherweise nicht die wünschenswerte Kapazität haben. Es
gibt in Jugendämtern Fachkreise zum Thema, aber nicht jeder
Mitarbeiter ist Fachmann beim Thema sexueller Missbrauch!
Professionelle
Helfer
Auch professionelle Helfer geraten manchmal
in Fallen der Täter. Informieren Sie sich über die Vorwürfe wegen der
angeblichen Einredung sexuellen Missbrauchs, wie sie zustande
kamen und wie sie zu vermeiden wären (Literatur: M. Schalleck:
Rotkäppchens Schweigen).
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